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Usability in Client-Anwendungen
Letzter Beitrag 05-13-2008 17:53 von Norbert Eder. 14 Antworten.
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04-10-2008 21:36
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AlexanderZeitler



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Die Frage stelle ich mir in letzter Zeit häufiger. Andererseits ist es doch so, dass gerade die XAML-Technologien es ermöglichen, UIs zu erschaffen, die fern jeden Standards sehr wohl besser bedienbar sein können, weil sie neue Ansätze verfolgen, die in keinem Standard definiert sind.
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prog1



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Aus meiner Sicht, sind die neuen Technologien eine herrvoragende Möglichkeit intuitive UI's zu schaffen, gerade weil man mit ihnen den Standard brechen kann.
Die "alten" Methoden mit Fenstern, PupUps usw. haben sich zwar bewährt, profitierten aber von fast 30 Jahren "Innovationslosigkeit".
Viele UI's wurden akzeptiert, nur weil sie genau so gebaut waren, wie man es schon immer gewohnt ist. Diese GUI's sind zwar gut, da der Benutzer sie schon kennt, intuitiv sind sie deshalb bei weitem nicht.
Wenn man Wert auf Usability legt, kann man nun einfacher und schneller intuitive Benutzeroberflächen gstalten, wenn man sich die Zeit nimmt darüber nachzudenken.
Die Gefahr, vor lauter Effekten und Annimationen daneben zu greifen sehe ich auch. Jemand der einfach so drauf los Designed ohne sich mit dem Thema zu beschäftigen, wird früher oder später in einer Sackgassen landen. Immerhin sieht die dann schön aus
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Norbert Eder



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Da kann ich dir eigentlich nur zustimmen.
Hat sich von euch eigentlich schon jemand die Windows Vista User Experience Guidelines angesehen? Was hält ihr grundsätzlich davon und geht es in die richtige Richtung, oder wäre doch ein ganz anderer Weg sinnvoller?
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prog1



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Sind ganz nette Hinweise, aber ist mir dann doch etwas zu viel Microsoft. Zumindest hierbei sollte man die Ansätze von Microsoft kritisch hinterfragen...
Vista war zwar in Sachen Usability ein guter schritt aber meine Anwendungen sind dann halt doch meine Anwendungen.
Und da kümmer ich mich dann doch lieber selber um die Usability.
Persönlich halte ich mehr von diesem Buch:
http://www.amazon.de/intelligente-Interface-Entwicklung-interaktiver-Benutzerschnittstellen/dp/3827317967
Sehr interessante Ansätze und Ideen, wie ich finde eines "der Bücher" in Sachen Usability.
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Mariusz Henke



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Ich hab das oben genannte Buch von Jef Raskin erst vorkurzem gelesen, da doch einige UI Designer drauf hinweisen. Einen kleinen Überblick, was das Buch alles beinhaltet gibt es auch hier: The Human Interface - A Summery of Design Rules Meine persönliche Meinung zu Usability ist ein wenig zwiegespalten. Zum Einen versucht man eine Anwendung so konstant wie nur möglich zu designen, sprich man hält sich an vorgegebene Guidlines etc. Zum Anderen will man mit seinem UI aber auch was Neues kreieren, etwas was es in der Form noch nicht gab ohne aber dabei die Usability auf der Strecke zu lassen. Guidlines sind gut, keine Frage, aber im Endeffekt sollte der Benutzer das UI vorgeben. Es wird in vielen Büchern drauf hingewiesen, dass man den Anwendern der Software über die Schulter schauen soll, wie sie die Anwendung bedienen, welche Use-Cases es gibt etc. und danach auch das UI anpasst. Hier muss man letztendlich Kompromisse eingehen und von allem etwas mit in das UI Design aufnehmen.
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Norbert Eder



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Genau darin liegt das Problem:
- Anwendungen sollen einfach zu erlernen sein. Deshalb müssen Guidelines eingehalten werden. Idealerweise dieselben, die Microsoft einsetzt (wenn wir nun von einer Anwendung für die Microsoft-Plattform ausgehen). Dadurch kann gleich mal jeder, der Microsoft Produkte kennt, auch mit dieser neuen Software (teilweise) umgehen. Hält man sich durchgängig danach, sind gewisse Oberflächen einfach nicht mehr machbar - unabhängig davon ob sie Usability-technisch besser wären oder nicht.
- UI-technische Innovation: Die Oberfläche soll sich von anderen Anwendungen (eventuell derselben Branche) unterscheiden. Schon an der Oberfläche soll erkannt werden, dass es sich beim Hersteller um ein innovatives Unternehmen handelt. Es wird jedoch sehr oft viel Zeit und Aufwand in ein "cooles" Design gesteckt, der Usability-Prozess wird jedoch oftmals aussen vor gelassen. Oder aber, es gibt ein bis zwei "Usability-Verantwortliche" im jeweiligen Unternehmen, die aber auch nur dafür zuständig sind, aber das notwendige Know-How nicht mitbringen. In den seltensten Fällen zeichnet da wirklich jemand dafür verantwortlich, der auch tatsächlich weiß was er tut.
- Die dargebotenen Workflows sollen sich an die Gewohnheiten des Menschen orientieren und nicht umgekehrt. Streitfall. 100 Menschen, 100 unterschiedliche Wege, die Arbeit zu erledigen. Hierfür mussten bereits immer Policies ausgesprochen werden, um Wildwuchs zu vermeiden. Das gilt meiner Meinung nach auch für Software. Allen kann man es nicht recht machen. Dennoch gibt es einen natürlichen Weg einen Workflow zu erledigen und einen weniger natürlichen. Bei einer Branchensoftware wird daher wohl auf die Erfahrung der Personen eingegangen, die eben diese Workflows seit Jahren praktizieren. Diese Erfahrungen zeigen Verbesserungen auf, wo war man bisher gut unterwegs usw. Bei neuartiger Software muss ohnehin viel Gedankenschmalz in die Aufmachung und die Abbildung der Workflows gelegt werden. Auch hier sollte auf einen Profi nicht verzichtet werden.
Natürlich müssen Kompromisse eingegangen werden, denn durch die Aufzählung der obigen drei Punkte wird sehr schnell klar, dass alles nicht so umgesetzt werden kann. Aber man kann Verbesserungen schaffen und nichts anderes ist in den letzten 20 Jahren auch passiert. Neue GUI-Technologien gehen ja auch in diese Richtung, was auch gut ist. Nach dem Motto "Schuster bleib bei deinen Leisten" kann dies (wenn man beispielsweise an die WPF denkt) auch so umgesetzt werden (unter der Annahme dass das entsprechende Personal vorhanden ist). Feine Sache, scheitert aber wohl meist an den Ressourcen.
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jpkleinau



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Norbert Eder: Können hier aktuelle Technologien (wie beispielsweise WPF) Abhilfe schaffen oder verleitet dies, Anwendungen noch weit freier zu gestalten, um im Endeffekt noch schwieriger zu bedienen zu sein. Was meint ihr dazu?
Hach, der Mensch ist ein spielender und sich spielend und freuend eine Anwendung zu erarbeiten, ist wunderschön. Zwar haben uns jahrzehntelange Riten den Ort für den Abbruch Button in die Motorik eingebrannt, aber der Rest ist zum Glück noch einigermaßen frei.
btw nette Gemeinheit, wenn aufdringliche Layerwerbung bekannte Usability missbraucht und beispielsweise das rechts oben liegende X nicht zum Schließen verwendet.
Zu einer gewissen Zeit dachte man, dass es den Lernaufwand ungeheuer reduziere, wenn man Menüs als Dropdown oben links hinhängt. Inzwischen wissen wir, dass dies Humbug ist. Der Benutzer muss trotzdem jeden Punkt lesen und auch die Kategorisierung "Extras" ist nicht wirklich hilfreich.
Das Internet hat uns gelehrt, dass Oberflächen variantenreich gestaltet und trotzdem gut erkennbar und nutzbar sein können. Der Transport von Alltagsbewegungen und Gedanken in die Usability ermöglicht scheinbar komplexe Handlungen und Anwendungsaufbau, der in Wirklichkeit von jedem zu bedienen ist.
Typisches Beispiel ist DeepZoom. Niemand köntte sich früher vorstellen, dass man am besten alle Fotos auf einen Haufen wirft und dann einfach rein und rauszoomt. Aber tatsächlich ist dies einfach zu bedienen und funktioiert erstaunlich gut. Ich fand innerhalb von 10 Sekunden ein Foto einer Gitarre unter meheren Hundert Gitarren wieder, das ich zuvor nur einmal kurz gesehen hatte.
Kurz gesagt, ich würde die Schlusfolgerung "Freie Gestaltung führt zu schlechter Bedienbarkeit" gerne in Frage stellen.
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jpkleinau



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Norbert Eder:Meiner Meinung nach hat das Internet und die zahlreichen schlecht zu bedienenden Websites dazu beigetragen, dass die Besucher heute wesentlich flexibler sind, als dies vor 10 Jahren der Fall war.
Das ist das Problem mit den Kausalitäten, man kann sie mühelos umdrehen. Aber ich glaube, dass ein Lerneffekt auf beiden Seiten, Erzeuger und Benutzer, inzwischen zum Positiven führt.
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Norbert Eder



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AW: Usability in Client-Anwendungen
jpkleinau:
Aber ich glaube, dass ein Lerneffekt auf beiden Seiten, Erzeuger und Benutzer, inzwischen zum Positiven führt.
Darin liegt meinre Meinung nach der Hund begraben: Bis dato ist eher mehr der Benutzer gezwungen sich anzupassen, als dass es die Software tut. Welche Software kann man denn schon konfigurieren wie man sie genau hätte (ich spreche hier nicht nur von Schriftfarben und so einfachen Dingen)? Welche Software passt sich wirklich an das Verhalten des Users an? Die meiste Software tut es schlichtweg nicht.
Natürlich werden immer lustige, schöne und absolut tolle Oberflächen entwickelt. Man möchte sich mit seinem Produkt ja von der Konkurrenz abheben, aber dem Benutzer macht es nichts leichter.
Natürlich muss man hier Unterschied zwischen Standardsoftware und Individualsoftware machen, aber wenn ich mir da so manche Lösungen ansehe dann wird mir schlecht. Es gibt sie, diejenigen, die darauf achten, dass ihre Software benutzbar ist. Und es gibt auch die Benutzer, die den Hersteller darauf aufmerksam machen. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei jedoch um eine Minderheit.
Grundsätzlich denke ich, dass man hier bei Websites/-anwendungen schon weiter ist. Eine Websites für die große Masse funktioniert ohnehin nur, wenn alles (möglichst) passt (oder sie noch beta ist ;-)).
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jpkleinau



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AW: Usability in Client-Anwendungen
Norbert Eder:Grundsätzlich denke ich, dass man hier bei Websites/-anwendungen schon weiter ist. Eine Websites für die große Masse funktioniert ohnehin nur, wenn alles (möglichst) passt (oder sie noch beta ist ;-)).
Da fällt mir ein, hat jemand mal was neues von Meine Omi, äh, ich meine www.miomi.com gehört. Die verharren ja Ewigkeiten im Betastadium und die Usability ist höchst überarbeitenswert.
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