prog1:Den Nachteil den ich bei diesem Menü ist das überdecken von anderen Dingen, man stelle sich vor dieses Kontextmenü nimmt den gleichen Weg wie das ich nennne es mal "altes" Menü. Dann wird das irgendwann nicht mehr so klein sein. Der eingesparte Weg ist sicherleich da, allerdings gibt es einen Unterschied zwischen weiter Weg für den Mausbenutzer und weiter Weg für den Fingerbenutzer.
Ein Kontextmenü sollte ohnehin nur das anzeigen, was im aktuellen Kontext auch möglich ist. Dadurch sollten sich die Menüs in Grenzen halten. Des weiteren - wenn ich jetzt bei Winword als Beispiel bleiben darf - wird diese Möglichkeit so eingesetzt, dass der bearbeitete Bereich nicht überdeckt wird. Das, was ein paar Zeilen weiter oben steht, ist in diesem Fall (Formatierung eines bestimmten Bereiches) nebensächlich und interessiert zu diesem Zeitpunkt gar nicht. Das heißt in weiterer Folge, dass das Kontextmenü lediglich ordentlich positioniert werden muss.
prog1:Bei der nutzung des Fingers bevorzuge ich doch eher den Freiraum und habe es nicht so gerne wenn das Menü direkt beim Text auftaucht und ich es eventuell sogar ausversehen treffe.
Wie gesagt, das ist eine Positionierungsfrage und weniger eine der fehlenden Usability, denn die ist definitiv gesteigert, wenn ich
a) das machen kann, das im aktuellen Kontext möglich ist
b) ohne große Wege zurück legen zu müssen.
prog1:Das sehe ich auch so und ich bin eigentlich kein Freund von gleichmacherei, aber man muss denke ich gerade bei Businessanwendungen auch auf Effektivität. Wenn es darum geht Zeit zu sparen ist das in einem Unternehmen immer sehr wichtig und man muss abwägen ob man dem Benutzer z.B. die Mausbedienung anbieten aber wenn die Tastatur deutlich schneller ist Ihn vielleicht darauf drängen mit der Tastatur zu arbeiten.
Ich halte nichts davon, den Benutzer zu etwas zu drängen. Die Tastenkürzel werden so gut wie überall hinterlegt und wo es aus Platzgründen nicht möglich ist, kann das entsprechende Kürzel in der Hilfe nachgelesen werden. Wer diesen Weg wählt, wird sehr einfach zur benötigten Information kommen. Wer lieber mit der Maus arbeitet, der sollte ebenso diese Möglichkeit geboten bekommen - und zwar ohne, dass die Person Kilometer zurück legen muss.
prog1:Vielleicht muss man auch sehen ob der Aufwand auf alle Vorlieben einzugehen in einer schlechten Relation zum tatsächlichen Gebrauch steht.
Auf alle Vorlieben kann nicht eingegangen werden. Aber grundsätzlich gibt es zwei Bedienungsmöglichkeiten:
a) Tastatur
b) Maus
Bedienungsmöglichkeiten wie Finger werden als Maus abgehandelt. Hier ist lediglich auf Auflösungen/Bildschirm Rücksicht zu nehmen. Die Bedienung würde die gleiche bleiben, die UI kann sich unterscheiden. Wenn ich mir beispielsweise Office-Produkte ansehe, wie Excel oder Word, dann macht die Bedienung via Touch-Screen für mich ohnehin keinen Sinn. Für Systeme á la Ticketing (Bahn, etc.) gibt es ohnehin nur diese Möglichkeit und darauf wird auch Rücksicht genommen.
Eine generelle Aussage ist also nicht möglich, sondern hängt davon ab, wo die Anwendung tatsächlich eingesetzt werden soll (was ist der Hauptzweck?).