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Gewagte These: Webinterfaces intuitiver dank fehlendem Kontextmenü?

Letzter Beitrag 09-28-2009 10:50 von Norbert Eder. 35 Antworten.
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  • 08-31-2009 10:35 Antwort zu

    • prog1
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    AW: Gewagte These: Webinterfaces intuitiver dank fehlendem Kontextmenü?

    Dann will ich doch gleich auch mal wieder mitmachen;-)

    winSharp93:
    Das mag jetzt vielleicht eigenwillig klingen, aber was ich damit meine: Wenn ich als Benutzer eine Textbox anklicke, möchte ich immer Befehle wie "Alles markieren", "Kopieren", etc. zu sehen bekommen. Also Aktionen, die für alle Textboxen gelten.

    Das kling für mich überhaupt nicht eigenwillig. Microsoft fordert das mittlerweile sogar und hat das auch umgesetzt. Es ist nur noch, das sichtbar, was gemacht werden kann. Office ist hier ein gutes Beispiel. Hier wurde das Kontextmenü überarbeitet und es zeigt nur noch das an, was ich im aktuellen "Kontext" auch wirklich machen kann. Das Kontexmenü was mit der rechten Maus kommt ist für mich irgendwie seltsam. Dann hab ich zwei Kontextmenüs und ein Ribbon. Könnte es sein, dass Microsoft da wieder einen Zwischenweg geht um nicht alle User auf einmal zu schokieren?

    Da sich aber auch das Ribbon dem Kontext anpasst ist für mich die Frage: "Warum das Kontextmenü noch?"

    Klar wird ist der Weg für die Maus nicht so weit, aber wenn er die Funktion schon aus dem Ribbon kenn, warum ihm dann noch einen Zweiten weg anbieten. So kommt man doch immer in Zwiespalt, wie man die benötigte Funktion denn jetzt anspricht oder ob es sogar unterschiede gibt.

    Was mich mittlerweile auch noch interessiert ob das von Microsoft propagierte: "Man muss es mit dem Finger bedienen können" überhaupt mit einem Kontextmenü in Einklang zu bringen ist.

    (Hoffe ich hab jetzt mal wieder öfters Zeit mich hier blicken zu lassen.)

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  • 09-03-2009 7:33 Antwort zu

    • Norbert Eder
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    AW: Gewagte These: Webinterfaces intuitiver dank fehlendem Kontextmenü?

    @Fingerbedienung: Da gibt es mehrere Stellen, die grundsätzlich ein Problem verursachen könnten, nicht nur das Kontextmenü. Ich finde aber, dass - wenn man kreativ sein möchte - ein Kontextmenü nicht aussehen muss, wie ein herkömmliches. Wenn ich mir beispielsweise Word ansehe: Hier erscheint bei der Selektion von Textstellen ebenfalls ein Menü, eigentlich ist es ein Kontextmenü. Und es ist auch gar nicht schlecht gemacht, spart Wege mit der Maus. Daher habe ich auch kein Problem, dass beispielsweise das Ribbon und das Kontextmenü dieselben Möglichkeiten bietet. Jeder Mensch arbeitet anders bzw. hat andere Vorlieben, das spielt hier natürlich mit rein.
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  • 09-04-2009 9:37 Antwort zu

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    AW: Gewagte These: Webinterfaces intuitiver dank fehlendem Kontextmenü?

    Norbert Eder:
    Wenn ich mir beispielsweise Word ansehe: Hier erscheint bei der Selektion von Textstellen ebenfalls ein Menü, eigentlich ist es ein Kontextmenü.

    Den Nachteil den ich bei diesem Menü ist das überdecken von anderen Dingen, man stelle sich vor dieses Kontextmenü nimmt den gleichen Weg wie das ich nennne es mal "altes" Menü. Dann wird das irgendwann nicht mehr so klein sein. Der eingesparte Weg ist sicherleich da, allerdings gibt es einen Unterschied zwischen weiter Weg für den Mausbenutzer und weiter Weg für den Fingerbenutzer.

    Bei der nutzung des Fingers bevorzuge ich doch eher den Freiraum und habe es nicht so gerne wenn das Menü direkt beim Text auftaucht und ich es eventuell sogar ausversehen treffe.

    Norbert Eder:
    Jeder Mensch arbeitet anders bzw. hat andere Vorlieben, das spielt hier natürlich mit rein.

    Das sehe ich auch so und ich bin eigentlich kein Freund von gleichmacherei, aber man muss denke ich gerade bei Businessanwendungen auch auf Effektivität. Wenn es darum geht Zeit zu sparen ist das in einem Unternehmen immer sehr wichtig und man muss abwägen ob man dem Benutzer z.B. die Mausbedienung anbieten aber wenn die Tastatur deutlich schneller ist Ihn vielleicht darauf drängen mit der Tastatur zu arbeiten.

    Vielleicht muss man auch sehen ob der Aufwand auf alle Vorlieben einzugehen in einer schlechten Relation zum tatsächlichen Gebrauch steht.

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  • 09-04-2009 10:12 Antwort zu

    • Norbert Eder
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    AW: Gewagte These: Webinterfaces intuitiver dank fehlendem Kontextmenü?

    prog1:
    Den Nachteil den ich bei diesem Menü ist das überdecken von anderen Dingen, man stelle sich vor dieses Kontextmenü nimmt den gleichen Weg wie das ich nennne es mal "altes" Menü. Dann wird das irgendwann nicht mehr so klein sein. Der eingesparte Weg ist sicherleich da, allerdings gibt es einen Unterschied zwischen weiter Weg für den Mausbenutzer und weiter Weg für den Fingerbenutzer.

    Ein Kontextmenü sollte ohnehin nur das anzeigen, was im aktuellen Kontext auch möglich ist. Dadurch sollten sich die Menüs in Grenzen halten. Des weiteren - wenn ich jetzt bei Winword als Beispiel bleiben darf - wird diese Möglichkeit so eingesetzt, dass der bearbeitete Bereich nicht überdeckt wird. Das, was ein paar Zeilen weiter oben steht, ist in diesem Fall (Formatierung eines bestimmten Bereiches) nebensächlich und interessiert zu diesem Zeitpunkt gar nicht. Das heißt in weiterer Folge, dass das Kontextmenü lediglich ordentlich positioniert werden muss.

    prog1:
    Bei der nutzung des Fingers bevorzuge ich doch eher den Freiraum und habe es nicht so gerne wenn das Menü direkt beim Text auftaucht und ich es eventuell sogar ausversehen treffe.

    Wie gesagt, das ist eine Positionierungsfrage und weniger eine der fehlenden Usability, denn die ist definitiv gesteigert, wenn ich

    a) das machen kann, das im aktuellen Kontext möglich ist
    b) ohne große Wege zurück legen zu müssen.

    prog1:
    Das sehe ich auch so und ich bin eigentlich kein Freund von gleichmacherei, aber man muss denke ich gerade bei Businessanwendungen auch auf Effektivität. Wenn es darum geht Zeit zu sparen ist das in einem Unternehmen immer sehr wichtig und man muss abwägen ob man dem Benutzer z.B. die Mausbedienung anbieten aber wenn die Tastatur deutlich schneller ist Ihn vielleicht darauf drängen mit der Tastatur zu arbeiten.

    Ich halte nichts davon, den Benutzer zu etwas zu drängen. Die Tastenkürzel werden so gut wie überall hinterlegt und wo es aus Platzgründen nicht möglich ist, kann das entsprechende Kürzel in der Hilfe nachgelesen werden. Wer diesen Weg wählt, wird sehr einfach zur benötigten Information kommen. Wer lieber mit der Maus arbeitet, der sollte ebenso diese Möglichkeit geboten bekommen - und zwar ohne, dass die Person Kilometer zurück legen muss.

    prog1:
    Vielleicht muss man auch sehen ob der Aufwand auf alle Vorlieben einzugehen in einer schlechten Relation zum tatsächlichen Gebrauch steht.

    Auf alle Vorlieben kann nicht eingegangen werden. Aber grundsätzlich gibt es zwei Bedienungsmöglichkeiten:

    a) Tastatur
    b) Maus

    Bedienungsmöglichkeiten wie Finger werden als Maus abgehandelt. Hier ist lediglich auf Auflösungen/Bildschirm Rücksicht zu nehmen. Die Bedienung würde die gleiche bleiben, die UI kann sich unterscheiden. Wenn ich mir beispielsweise Office-Produkte ansehe, wie Excel oder Word, dann macht die Bedienung via Touch-Screen für mich ohnehin keinen Sinn. Für Systeme á la Ticketing (Bahn, etc.) gibt es ohnehin nur diese Möglichkeit und darauf wird auch Rücksicht genommen.

    Eine generelle Aussage ist also nicht möglich, sondern hängt davon ab, wo die Anwendung tatsächlich eingesetzt werden soll (was ist der Hauptzweck?).

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  • 09-25-2009 10:41 Antwort zu

    • prog1
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    AW: Gewagte These: Webinterfaces intuitiver dank fehlendem Kontextmenü?

    Norbert Eder:

    Auf alle Vorlieben kann nicht eingegangen werden. Aber grundsätzlich gibt es zwei Bedienungsmöglichkeiten:

    a) Tastatur
    b) Maus

    Gibt es denn öffentlich zugängliche Zahlen zu diesem Thema? Habe mir den Wolf gegoogelt aber keine passende Umfrage gefunden.

    Mich würde interessieren, wie viele Benutzer denn die Maus oder die Tastatur vorziehen. Wie denn die Gewohnheiten aussehen im privaten und geschäftlichen Bereich.

    Solche Ergebnisse müssen doch irgendwo zugänglich sein, oder bleibt einem da nur selbst eine Umfrage zu starten?

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  • 09-28-2009 10:50 Antwort zu

    • Norbert Eder
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    AW: Gewagte These: Webinterfaces intuitiver dank fehlendem Kontextmenü?

    Keine Ahnung ob es dazu Studien gibt.

    Ich tendiere aber eher dazu, dass die Anwendung mit beiden Eingabeformen gleich intuitiv und benutzerfreundlich bedient werden können sollte. Unabhängig davon, wieviele dann schlussendlich tatsächlich die Tastatur bzw. die Maus verwenden. Meine Erfahrung sagt mir zudem, dass Poweruser eher zur Tastatur greifen, während der Otto-Normal-Benutzer eher zur Maus greift um bestimmte Aktionen auszuführen.
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